Das Lösen ist ein wesentliches Element des Schusses. Nur eine unverkrampfte Zughand ermöglicht ein kontrolliertes Ablassen.
Folgende Aspekte sind dabei von besonderer Bedeutung:
Sehne liegt im Gelenk des ersten Fingergliedes
Abstand der Finger zum Pfeil
Fingerspitzen zeigen nach hinten (Zugfinger geschlossen)
Zuglastverteilung auf den Fingern
gerader Handrücken
Die Sehne wird im Gelenk des ersten Fingergliedes positioniert. Nur diese Lage gewährleistet ein minimales seitliches Auslenken der Sehne beim Lösen über die Fingerkuppen.
Es sollte ein kleiner Abstand der Finger zum Pfeil eingehalten werden. Damit kann sichergestellt werden, dass durch das Einknicken der Sehne beim Endauszug die Nocke nicht durch die Finger eingeklemmt und der Pfeil beim Lösen abgelenkt wird.
Jetzt werden die Finger „geschlossen“, und man beginnt mit dem Auszug. Hierfür werden die Fingerkuppen der drei Zugfinger an das dritte Fingerglied gepresst. Wichtig ist es dabei, darauf zu achten, dass der Handrücken und das dritte Fingerglied gerade bleiben. Die Sehne liegt nach wie vor in der Beuge des ersten Fingergliedes.
Der Daumen wird entspannt an der oberen Handkante angelegt. Der kleine Finger hingegen macht die selbe Arbeit, wie die drei Zugfinger – nur ohne Sehne.
Die Zuglastverteilung auf den Fingern sollte gleichmäßig sein. Jeder Finger zieht also 1/3 der Belastung.
Sowohl der Handrücken, als auch das dritte Fingerglied, müssen in der geraden Verlängerung zum Pfeil stehen. Es ist ganz besonders darauf zu achten, dass der Handrücken nicht rund und das Handgelenk nicht angewinkelt ist.
SO NICHT
Sehne wird mit den Fingerkuppen gezogen
Pfeil wird eingezwickt
gestreckter Zeigefinger oder gestreckter Ringfinger
gekrümmter Handrücken
Aktualisiert (Donnerstag, den 06. Januar 2011 um 18:43 Uhr)